Skizzenhafte Straßenansicht einer modernen Ecke mit einem zweistöckigen Gebäude in Blau und Rot mit großen Glasfronten im Erdgeschoss und einigen gehenden sowie stehenden Silhouetten von Personen.

Hamburg braucht
einen Ort für DDR-Geschichte

Mit deiner Beteiligung soll ein Ort entstehen, an dem DDR-Geschichte in Hamburg erlebt und bewahrt wird. 2026 entwickeln wir Ideen, wie solch ein Lernort aussehen kann gemeinsam mit Zeitzeug:innen, Kooperationspartner:innen und der Stadtbevölkerung.
    • “Da gäbe es viel zu erzählen aus diesen Jahren, was in diesem Land gelebt wurde an Leben, einfach an Leben gelebt wurde.”

      Cornelia
      Zeitzeugin
  • Personen sitzen und stehen an einem langen Holztisch in einem hellen Raum mit Infomaterialien, bunten Papierkarten und Stiften, während sie miteinander sprechen oder schreiben, im Hintergrund Regale, Pflanzen und eine Pinnwand mit Sprechblasen.

    PopUp- Lernort

    November 2026

    Im Pop Up entsteht eine Vision des Lernorts von morgen.
    Mehr zum PopUp-Lernort

Ein neuer Lernort für Hamburg

Menschen brauchen einen Ort des Austauschs. Erschaffen wir ihn gemeinsam.

Viele Erfahrungen von Überwachung, Flucht und Ausreise aus der DDR und dem Neubeginn in Hamburg drohen verloren zu gehen, weil es (noch) keinen Ort gibt, der sie langfristig sammelt und weiterträgt. Dieses Projekt legt den Grundstein für einen Lernort, der diese Aufgabe übernimmt.

  • Warum braucht Hamburg einen Lernort zu DDR-Geschichte?

    Wir machen seit 2021 DDR-Geschichte im Hamburger Kontext sichtbar und arbeiten dafür eng mit Zeitzeug:innen zusammen. Im Mittelpunkt stehen ihre Erinnerungen an Flucht, Ausreise, Haft und Ankommen, die wir dokumentieren, erforschen und für junge Menschen zugänglich machen. Langfristig möchten wir einen außerschulischen Lernort aufbauen, an dem diese Erfahrungen bewahrt und in die Hamburger Stadtgeschichte eingebettet werden. Ein Pop-Up-Lernort im Jahr 2026 bildet dafür den Auftakt und lädt dazu ein, gemeinsam neue Wege des Erinnerns zu entwickeln.Mit dem außerschulischen Lernort sollen Räume für Menschen, vor allem aber auch mit Menschen geschaffen werden: Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zur Umsetzung werden einbezogen, damit der Lernort ein Ort für alle werden kann. Ein außerschulischer Lernort soll entstehen, der es vor allem jungen Menschen ermöglicht, sich (womöglich erstmalig) mit DDR-Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei sollen auch eigene Erlebnisse oder Erfahrungen zum Themenkomplex Flucht, Ankommen und Einleben in einer neuen Gesellschaft besprochen und sichtbar gemacht werden. Der Lernort soll zudem Zeitzeug:innen die Möglichkeit geben, ihre Erinnerungen langfristig zu hinterlegen und damit nachhaltig zu bewahren. 

    Drei Personen betrachten Infotafeln in einem Raum mit grauer Wand und einem großen bunten Banner mit dem Text „Weil auch die Demokratie zur Wahl steht“ sowie farbigen Papierkarten an der Wand.
  • Erinnerungen bewahren

    Zeitzeug:innen können ihre Erfahrungen dauerhaft hinterlegen, damit ihre Stimmen nicht verloren gehen.

  • Jugendliche erreichen

    Der Lernort macht DDR- Geschichte erfahrbar und verbindet sie mit aktuellen Fragen nach Freiheit, Herkunft und Verantwortung.

  • Hamburg gestalten

    Der Lernort entsteht gemeinsam mit der Stadt. Perspektiven aus Hamburg werden von Anfang an miteinbezogen, damit der Lernort ein Ort von allen und für alle werden kann.

Hilf mit, DDR-Geschichte in Hamburg zu bewahren

Der Lernort entsteht gemeinsam mit Menschen aus der Stadt. Deine Stimme, deine Erinnerungen oder dein Engagement zeigen, dass Hamburg diesen Ort braucht. Beteilige dich jetzt!

Viele Perspektiven.
Ein gemeinsames Anliegen.

  • Weil die DDR ein Teil der Geschichte Deutschlands ist und viele Leute diesen Teil gar nicht kennen.

    Gesine F.

  • Weil die jüngere deutsche Geschichte zur Allgemeinbildung gehört,insbesondere die dt.Teilung von 1949 in 2 Staaten.Die jüngeren Generationen können an einem außerschulischen Lernort zur Geschichte der DDR diese anschaulich und lebensnah erfahren.Authentisch können sie den Wert von Demokratie,Freiheit und Menschenrechte bewusster wahrnehmen. Gerade in unserer Zeit,in der hist.Kenntnisse abnehmen und Zeitzeugen immer weniger werden,ist es wichtig,Orte zu schaffen,die Erinnerung bewahren.

    Cornelia

    Zeitzeugin
  • Hamburg ist für viele DDR-Flüchtlinge ihr neues Zuhause geworden. Viele Hamburgerinnen und Hamburger haben damals den Flüchtlingen geholfen. Das soll ein Ort für DDR-Geschichte in Hamburg zeigen.

    Jörg Stiehler

    Zeitzeuge
  • Weil in den Schulen selbst die DDR und ihre Geschichte überhaupt nicht zur Sprache kommt. Steht nicht auf dem Lehrplan. Ich bin froh, daß jetzt jemand von der Uni nach Zeitzeugen fragt. Bin schon das 2. Mal eingeladen.

    Angelika Rosenberg

    Zeitzeugin
  • vor 36 Jahren begann ich das NKWD-Lager, in dem mein Vater 1945 umkam, aufzuarbeiten. NKJWD - russischer Geheimdienst - hat nach Ende des Krieges 1945 an die 40.000 Menschen willkürlich verhaftet, in ehemalige Nazi-Kzs gesteckt, wo ein Großteil an Hunger, Folter und unbehandelt Krankheuten umkam. - Mit der Gründung der DDR hofften Menschen vergebens auf liberaleren Umgang mit Bevölkerung. DDR-Politik richtete sich gehorsam nach "Moskau".

    Sybile Krägel

    Zeitzeugin, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande
  • Die DDR war eine Staatsform, in der die Regierung mit verbrecherischen Mitteln versucht hat, das Volk zu instrumentalisieren. Die darin innenliegenden Muster sind weiter aktuell. Daher braucht es einen Ort, der die Auseinandersetzung damit für die Zukunft erleichtert.

    Uwe Gössel

    Theaterregisseur
  • Gegen das Vergessen-für das Sichtbare

    Charlotte

    Zeitzeugin
  • Hamburg braucht einen Lernort zur DDR-Geschichte, damit deutlich wird, dass dieses Kapitel nicht nur Berlin und die ehemaligen DDR-Gebiete betrifft, sondern Verantwortung und Erinnerung für ganz Deutschland gelten.

    Deniz Binay

20

Unterstützende

Hamburg braucht diesen Ort. 

Unterstütze den DDR-Lernort und setze ein Zeichen für Erinnerung.

Aktuelle Schritte auf dem Weg zum Lernort

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Die Menschen hinter dem Projekt

Hinter dem Projekt „Tor zur Freiheit?!“ steht ein engagiertes Team aus Wissenschaft und politischer Bildung. Gemeinsam bringen die Beteiligten ihre Erfahrungen und Perspektiven ein, um DDR-Geschichte im Hamburger Kontext sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Eine lächelnde Frau mit schulterlangen blonden Haaren und Brille sitzt an einem Tisch, trägt eine rote Jacke über einem dunklen Oberteil und spricht mit einer anderen Person im Vordergrund, während ein Laptop vor ihr steht.
© Franziska Zollweg

Projektkoordination

Theresa Hertrich

Historikerin (M.A.), Public History & Erinnerungskultur

Theresa Hertrich koordiniert das Projekt seit Oktober 2025. Sie arbeitet an der Schnittstelle von historisch politischer Bildung, Erinnerungskultur und machtkritischer Pädagogik. Zuvor war sie in verschiedenen Projekten in Hamburg und Leipzig tätig, unter anderem in den Bereichen DDR-Geschichte, Erinnerungskultur und Demokratiebildung. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit praxisnahen Beteiligungsformaten. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, vor allem junge Menschen aber auch Zeitzeug:innen zu stärken und ihre Stimmen im öffentlichen Erinnern hörbar zu machen.

Ein Mann mit Brille und kurzem Haar sitzt entspannt auf einer Treppe, trägt ein braunes Tweed Sakko über einem dunklen Shirt und blickt ruhig in die Kamera.
© Franziska Zollweg

Projektleitung

Thorsten Logge

Professor für Public History, Universität Hamburg

Thorsten Logge leitet das Projekt und bringt langjährige Erfahrung in Forschung, Lehre und Public History mit. Seine Arbeit an der Universität Hamburg widmet sich der Frage, wie Geschichte in Öffentlichkeit, Medien und Bildung sichtbar wird. Im Projekt setzt er sich dafür ein, dass die Erfahrungen von DDR-Unrecht und Neubeginn in Hamburg einen festen Ort erhalten. Er verbindet wissenschaftliche Expertise mit einem klaren Blick für gesellschaftliche Wirkung und politische Relevanz.

© Theresa Hertrich

Studentischer Mitarbeiter

René Ocklenburg

Master Public History, Schwerpunkte in Wissens- und Identitätengeschichte

René Ocklenburg unterstützt bei allen Belangen rund um die Website und den Social-Media-Auftritt. René hat langjährige Erfahrung in Webdesign und Projektarbeit. Besondere Freude hat er dabei am Austausch mit den Menschen, die das Projekt erreichen möchte. Künftig wird er auch in eigenen Blogeinträgen über den Fortschritt des Projekts berichten.