Am 18. März findet der bundesweit erste Tag der Demokratiegeschichte statt. Auch wir möchten uns daran beteiligen und bieten deshalb zwei interaktive Stadtrundgänge an. Unsere Koordinatorin Theresa Hertrich sagt dazu: “Wir vermitteln Demokratiegeschichte, weil auch die vielen aus der DDR nach Hamburg mitgebrachten Lebensgeschichten sichtbar machen, warum Werte wie Freiheit und Demokratie gerade heute verteidigt werden müssen.“
Für uns ist es wichtig, Demokratiegeschichte über diese Stadtrundgänge zu vermitteln, denn Geschichte funktioniert auch über Orte. Banale, alltägliche oder aber sehr touristische Orte wie die Landungsbrücken oder aber der Fischmarkt zeigen, dass es immer auch eine Geschichte dahinter gibt, die sich auf den ersten Blick beim Besuchen dieser Orte nicht direkt zeigt und somit unsichtbar bleibt. Im Auftaktprojekt „Orte der Unsichtbarkeit“ hat sich Theresa bereits auf Spurensuche nach Orten begeben, die für Menschen, die aus der DDR flohen, von besonderer Bedeutung waren. Zu diesem Zweck hat sie, zusammen mit Jan, einen Audiowalk mit 16 Stationen konzipiert, der mithilfe der Erinnerungen und Erzählungen von insgesamt 18 Zeitzeug*innen vormals unsichtbare Orte der DDR-Geschichte in Hamburg sichtbar macht. Mit „Tor zur Freiheit?!“ wollen wir dies fortführen und nicht nur einen Ort der Erinnerung und Sichtbarkeit für DDR-Geschichte(n) in Hamburg schaffen, sondern auch einen Ort des Austauschs. Außerschulisch, für junge Menschen, aber genauso für Zeitzeug:innen und alle anderen, um auch hier aus unsichtbaren Orten sichtbare zu machen.
Einen gemeinsamen Schritt dahin machen wir bei den Stadtrundgängen am 18. März, wo wir vor allem Sehnsuchtsorte und Orte des Ankommens besuchen werden. Zwar handelt es sich um eine Führung, die mit Material wie Quellen und Ausschnitten aus dem Audiowalk begleitet wird, aber auch der Austausch mit Teilnehmer:innen ist mir und uns besonders wichtig. Wir freuen uns über jede Teilnahme und wollen gemeinsam mit Euch Demokratiegeschichte direkt vor Ort erkunden.

